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Zur Geschichte der Marienstraße 17
Mit großer Wahrscheinlichkeit dürfte eine erste Bebauung des Flurstücks 284 der Gemarkung Marienberg, Marienstraße 17 im Zuge der Stadtgründung, also im 16. Jahrhundert erfolgt sein. Erstmals wird das Grundstück in der Häuserchronik von Paul Roitzsch am 01. Mai 1617 erwähnt. An diesem Tag hat Philipp Richter das Wohnhaus von Joachim Körner erworben.

In den folgenden Jahren wechselte der Besitzer des Hauses. So wurde das Grundstück am 16.07.1619 von Matthes Fischer, einem Leinenweber aus Lengefeld gekauft. Am 31.07.1682 übernahm Michael Geußer das Gebäude. Als im Jahre 1684 eine Feuersbrunst in der oberen Innenstadt Marienbergs ausbrach, fiel auch das Haus in der Marienstraße 17 den Flammen zum Opfer. Insgesamt fielen am 04. August des Jahres 1684 138 Häuser den Flammen zum Opfer.

Der nächste Besitzer war Johann Christoph Kunau aus Dörfel. Vermutlich übernahm er es am 02.09.1738 und baute es wieder auf. Doch am 10.03.1759 fiel das Gebäude erneut Flammen zum Opfer. Ein Wiederaufbau erfolgte sehr wahrscheinlich um 1760 bis 1770 durch den Knappschaftsältesten Christian Heinrich Hennig. Dies dürfte auch für die Errichtung für das gegenwärtige Gebäude gelten, zumindst für das Balken- und Dachtragewerk. Die konstruktiven Merkmale des Dachabbundes sind typisch für das 18. Jahrhundert.

Im Jahre 1854 ging der Besitz an Johann Heinrich Beer über. Danach erwarb die Händlerin Henriette Gramp das Anwesen. Ihre Nachfolgerin wurde am 05.10.1881 Anna Maria Wittig und am 29.08.1890 Toska Marie Donner. Seit dieser Zeit wurde hier ein Laden eingerichtet und dieser Handel wurde von der Tochter Emilie Alma Schimeck weitergeführt. Älteren Bürgern der Bergstadt Marienberg ist das Anwesen noch als Schimeck-Haus bekannt.

Im Jahre 1910 entstand in den Erdgeschossräumlichkeiten der Kirchstraßenseite das 1. Marienberger Kino "Metropol". Zu den damaligen Stummfilmen spielte ein Herr Kreher Klavier. Doch bereits 1912 wurde der Spielbetrieb eingestellt und ein größeres Filmtheater in der Freiberger Straße 14 eingerichtet. Nach dem Ersten Weltkrieg eröffnete die Familie Auerbach ein Grünwarengeschäft, welches bis 1949 betrieben wurde. 1961 erfolgte der Ausbau der Erdgeschoßräume durch die neugegründete Schuhmachergenossenschaft "Ideal".

Seit dem 22.07.1997 ist die Familie Dollerschell Hauseigentümer und hat das Gebäude im Jahre 1998 einer aufwendigen Sanierung unterzogen. Im Erdgeschoß ist ein Imbiss, eine Küche und ein Partyraum entstanden, das Obergeschoss verfügt jetzt über zwei moderne Wohnungen.

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